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Quantentechnologien, KI und die Zukunft feiern

Seit seiner Premiere im Jahr 2022 hat sich das Festival der Zukunft in München als Treffpunkt für Vordenkerinnen und Visionäre aus Forschung, Startups, Industrie, Politik und Kultur sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger etabliert. Vielfältige Formate vermitteln Einblicke in die Zukunft der Quantentechnologie, KI, Robotik, Life Sciences und Mobilität. Weitere Schwerpunkte: Digitale Kultur, XR-Welten und Musik. Hinter dem Festival stehen Wolfgang Kerler und dessen 1E9 Denkfabrik GmbH sowie das Deutsche Museum. Im Interview spricht Kerler über die Pläne für diesen Sommer, an dem das Festival vom 2.– 5. Juli 2026 stattfindet und den Quantentechnologien in Zusammenarbeit mit der World of Quantum noch mehr Raum geben wird als bisher.

Herr Kerler, können Sie uns das „Festival der Zukunft“ kurz vorstellen?

Sehr gerne! Unser Festival findet seit 2022 jeden Sommer auf der Münchner Museumsinsel statt. Es wird von der 1E9 Denkfabrik und dem Deutschen Museum veranstaltet und hat sich seit mittlerweile zu einem zentralen Treffpunkt für Innovatorinnen, Innovatoren und Kreative etabliert. Wir bewegen uns an den Schnittstellen von Technologie, Wissenschaft, Wirtschaft und Kunst und bringen Vordenkerinnen und Visionäre aus Forschung, Start-ups, Industrie, Politik und Kultur mit der Gesellschaft zusammen. Es geht darum, neueste technologische Entwicklungen und ihre Auswirkungen zu diskutieren und einzuordnen. Inhaltlich spannt das Festival der Zukunft einen Bogen von Künstlicher Intelligenz, Robotik und Life Sciences über Quantentechnologien oder Mobilität bis hin zu digitaler Kultur, XR und Musik.

Wie spannt es diesen Bogen?

Es gibt hochkarätige Keynotes, Workshops und Diskussion. Aber es geht uns auch um das Erleben: Tech-Demonstratoren, Prototypen und Kunstwerke machen Zukunftstechnologien in einer interaktiven Ausstellung greifbar. Und wichtig: Das Festival hat einen klaren Fokus auf Lösungen und Optimismus. Es ist eine Plattform für zentrale Zukunftsthemen – und für eine Community, die aktiv an diesen Themen arbeitet, sich dafür interessiert und sich aus erster Hand informieren möchte – um bei der Gestaltung der Zukunft mitwirken zu können.

Porträt eines lächelnden Mannes vor schwarzem Hintergrund
© Denkfabrik

Welche Akteure wirken mit?

Die 1E9 Denkfabrik GmbH ist ein Medien-Start-up aus München, das 2019 von Ehemaligen aus dem Team von WIRED Germany und der Konferenz Daho.am gegründet worden ist. Mit Journalismus, kuratierten Events und mit unserer starken Community engagieren wir uns für einen offenen, informierten Diskurs über Zukunftstechnologien. Dabei erreichen wir jährlich mehr als 20.000 Menschen mit Veranstaltungen und rund 200.000 pro Monat mit digitalen Inhalten. Seit 2022 veranstaltet 1E9 das Festival der Zukunft gemeinsam mit dem Deutschen Museum in dessen Forum der Zukunft. Hierbei unterstützt uns ein starkes Netzwerk aus der gesamten Innovationsszene – von Industrieunternehmen über Venture Capital-Fonds bis zu Kultureinrichtungen und öffentlichen Stellen. Die Messe München mit der World of Quantum gehört ebenso dazu, wie das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, die Fraunhofer Gesellschaft, die VC-Fonds Word Fund, Vsquared Ventures oder auch das Filmfest München, die Landeshauptstadt München und viele andere. Diese Vielfalt spiegelt sich in der thematischen Tiefe und Breite und der großen Akzeptanz unseres Festivals.

Eine Person in schwarzer Kleidung trägt eine VR Brille und lehnt sich weit zurück. Im Hintergrund das Bild von Personen mit VR Brillen, die im Kreis sitzen.
© 1E9 Denkfabrik

Welche Zielgruppen spricht es an?

An zwei Tagen richtet sich das Festival mit Konferenzen an Professionals aus der Tech- und Kreativszene. Hier kommen Industrieunternehmen, Startups, VC-Fonds, Beratungen oder auch Forschungseinrichtungen und Kulturschaffende zusammen. Für dieses Jahr haben sich hochkarätige Speaker aus der Wissenschaft angekündigt, darunter die Ökonomin Ann-Kristin Achleitner oder der KI-Experte Björn Ommer. Auch Start-up-Gründer wie Jan Goetz von IQM Quantum Computers oder Francesco Sciortino von Proxima Fusion und Publizisten wie Wolf Lotter oder Ijoma Mangold geben Einblicke in neueste technologische Entwicklungen und diskutieren über deren Auswirkungen. Dazu gibt es Workshops- und Vernetzungsformate, um aufzuzeigen, wie neue Technologien genutzt werden können. Während die Konferenz am Donnerstag und Freitag stattfindet, ist das Wochenende von einem Bühnenprogramm geprägt, das sich bei freiem Eintritt an die breite Öffentlichkeit richtet. Zu den Höhepunkten gehört ein Vortrag von Harald Lesch. Dieser Teil unseres Festivals richtet sich insbesondere auch an Kinder und Jugendliche. Es gibt ein buntes Straßenfest mit Walk-In-Workshops und Aktivitäten für Kinder entlang der Uferstraße rund ums Forum der Zukunft. Zudem stellen wir eine interaktive Ausstellung mit XR-Experiences, Tech-Demonstratoren, Kunstwerken auf die Beine, die an allen Festivaltagen zugänglich ist und Technologie erlebbar macht.

Sie sprachen die World of Quantum an. Welche Rolle spielen Quantentechnologien auf dem Festival der Zukunft?

Quantentechnologien finden beim Festival seit seinem Start 2022 statt – und werden 2026 mit einem eigenen Programmschwerpunkt noch prominenter platziert. Wir kooperieren hier eng mit der World of Quantum und dem Team der Messe München. Auf der größten Bühne lassen uns Experten, darunter planqc-Gründer Alex Glätzle, IQM-Gründer Jan Goetz oder auch die Wirtschaftswissenschaftlerin und Investorin Ann-Kristin Achleitner daran teilhaben, welche Fortschritte Quantentechnologien zuletzt auf dem Weg in die industrielle Anwendung gemacht haben. Das Augenmerk liegt auch darauf, wie Europa in diesem Technologiefeld an die Weltspitze kommen und eine globale Leitindustrie aufbauen kann. Hierfür geht es um die Vernetzung von Quantum-Unternehmen und Teilnehmenden aus anderen Branchen, die wir mit Workshops- und Vernetzungsformaten aktiv fördern. Zudem werden konkrete Use Cases aufzeigen, wie Unternehmen schon heute "quantum ready" werden können.

Podiumsdiskussion auf Bühne beim Festival der Zukunft
© Hans-Martin Kudlinski
Dame läuft vor
© Michael Förtsch

Mit welchen Formaten bringt das Festival Laien hochkomplexe Technologie nahe?

Mit der ganzen Bandbreite der Möglichkeiten: Keynotes vermitteln neueste technologische Entwicklungen. Diskussionsrunden erörtern deren Auswirkungen. In Workshops vermitteln wir praktisches Wissen. Netzwerkformate helfen, Kontakte zu Expertinnen und Experten in den Technologiefeldern aufzubauen. Unsere interaktive Ausstellung macht Technologie für alle erlebbar. Und bei alledem sorgen Kunstwerke, Liveperformances, Dome Art und Musik für echtes Festival-Feeling – und hoffentlich für jede Menge Inspiration! Wer sich vorab ein Bild machen möchte, kann gern unser Impressionsvideo ansehen:

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